Mittwoch, 30. Mai 2012
Schnell-Photo A. Jandorf & Co., Berlin
Das Schnell-Photo von der A. Wertheim GmbH in Berlin zeigt ein Paar aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, wobei er in einer Uniform abgebildet ist, die ihn als Angehörigen des Roten Kreuzes ausweist.
Dieses Foto wurde in eine entsprechend ausgestanzte und so als Passepartout vorbereitete Postkarte eingesteckt, die bedruckt ist mit der Angabe "Schnell-Photo A. Jandorf & Co., Berlin."
Die Kaufhäuser von Adolf Jandorf, dem Gründer des Kaufhaus des Westens KaDeWe standen in direkter Konkurenz zu denen von A. Wertheim, und deshalb hat diese 'Mariage' von zwei Konkurrenzprodukten einen gewissen eigenen Charme. Es ist zudem der Hinweis darauf, dass möglicherweise auch bei A. Jandorf & Co. ein Fotostudio existierte, das diese Vorläufer des Passbildes herstellte.
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Photographien,
Schnell-Photo
Dienstag, 6. März 2012
nach Albrecht Dürer - Feldhase

Lange Zeit hing dieser Feldhase nach Albrecht Dürer in einem Trödelladen, den ich regelmäßig besuche, ausserhalb meiner normalen Reichweite, ganz oben an der Wand. Und jedesmal wenn ich ihn sah, wunderte ich mich darüber, mit welcher Klarheit dieser Kunstdruck sein Motiv präsentierte. Irgendwann bin ich dann aber doch, weil das Wundern nicht nachließ, auf eine Leiter gestiegen und habe mir die Sache angesehen. Und dann war die Sache klar: Das ist gar kein Kunstdruck! Das ist ein sehr gekonntes, feines Aquarell, das einen neuen Liebhaber sucht. Wir verstanden uns sofort.
Dieser angebliche Feldhase von Dürer ist tatsächlich ein Haustier, zumindest ist das Rasenstück weit weg. Ganz Dürer spiegelt sich im Auge des Hasen das Licht, das durch ein Fenster in einen Innenraum fällt. Nicht das übliche dürersche Fensterkreuz - so christlich sind selbst reformierte Hasen nicht - aber eines mit Doppelflügeln. Der Hase hat also nicht nur den Maler, sondern auch die Grenze von drinnen und draußen im Blick und im Auge.
Dear Albertina. Here's looking for you, kid!
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Albrecht Dürer,
Aquarell
Samstag, 3. März 2012
Edizione Alinari - Pferdekopf Medici Riccardi in Florenz
(Edizione Alinari) P.I.N. 2537. FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 25,5 x 18,0 cm, um 1895
(Edizione Alinari) P.I.N. 2538, FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo Antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 23,3 x 18,9 cm, um 1895
Zwei sehr gelungene Aufnahmen des antiken Pferdekopfes aus Bronze im Archäologischen Museum in Florenz. Wenn man sich dazu moderne, farbige, digitale Aufnahmen im Vergleich ansieht (HIER), erkennt man wie aussagekräftig diese gekonnt inszenierten Dokumentationen eines historischen Zustandes sind.
Der Sockel und die die Bronze tragende Plinte wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Damals war die Bronze wohl drehbar gelagert und zum Drehen diente der Knauf vorne an der Plinte. Durch das Auflegen der vielen Hande an der Kante beim Drehen ist der Sockel in der Mitte, rechts oberhalb der Inventarnummer 426 verschmutzt.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 25,5 x 18,0 cm, um 1895
(Edizione Alinari) P.I.N. 2538, FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo Antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 23,3 x 18,9 cm, um 1895
Zwei sehr gelungene Aufnahmen des antiken Pferdekopfes aus Bronze im Archäologischen Museum in Florenz. Wenn man sich dazu moderne, farbige, digitale Aufnahmen im Vergleich ansieht (HIER), erkennt man wie aussagekräftig diese gekonnt inszenierten Dokumentationen eines historischen Zustandes sind.
Der Sockel und die die Bronze tragende Plinte wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Damals war die Bronze wohl drehbar gelagert und zum Drehen diente der Knauf vorne an der Plinte. Durch das Auflegen der vielen Hande an der Kante beim Drehen ist der Sockel in der Mitte, rechts oberhalb der Inventarnummer 426 verschmutzt.
Dienstag, 21. Februar 2012
Léon Alfred Vassel - Porträt Ernst Reimer
Léon Alfred Vassel: Porträt Ernst Reimer, 1884
Albuminpapier 13,9 x 10,6 auf beidseitig bedruckter Kabinettkarte 16,5 x 10,7 cm
Blindstempel in der rechten unteren Ecke der Fotografie: "Vassel / Berlin / 1884"
Adresse des Ateliers: Berlin-W., Potsdamer-Str. 34, Eingang Lützow-Str. 91a
Auf der Rückseite handschriftlich: "Ernst Reimer, Berlin, geb. 1830 (Berlin), + 1898 (Jena)".
Ernst Reimer war Verleger und führte in dritter Generation als Sohn von Georg Ernst Reimer und als Enkel von Georg Andreas Reimer den wissenschaftlich orientierten Georg Reimer Verlag in Berlin. Kurz vor seinem Tod verkaufte er den Verlag an Walter de Gruyter, der zuvor als Volontär im Verlag gearbeitet hatte.
Walter de Gruyter unterzeichnete auch eine Todesanzeige, die als Beilage in Archiv für Geschichte der Philosophie, (Bd. 11 N.F., 1898) erschien: "Ernst Reimer, der Verleger und Mitbegründer unseres Archivs, ist am 19. October nach langjähriger Krankheit in Jena gestorben. Mit ihm verliert unsere Zeitschrift einen warmen, verständnisvollen Freund und Gönner, der solange es ihm vergönnt war an der Spitze der Firma Georg Reimer zu stehen, mit Hingebung und zeitweilig mit grossen Opfern an der immer vollkommeneren Ausgestaltung unseres Unternehmens gearbeitet hat. Seine liebenswürdige Persönlichkeit und ideale Natur liess den Geschäftsmann in ihm vollkommen zurücktreten. So entwickelten sich zwischen ihm und den Autoren seines Verlages freundschaftliche, auf gegenseitigem Vertrauen beruhende Verhältnisse; und auch solche, die ihm ferner standen, hielten es für eine Ehre und Freude unter seiner Fahne der Wissenschaft zu dienen. Ernst Reimer ist erst in vorgerücktem Alter und nicht aus freier Wahl, aus anderem Berufe heraus, seinem Vater Georg zur Seite getreten. Aber er wandelte dann sicher und treu in den Bahnen, die der ehrenfeste Gründer der Firma Georg Andreas ihnen vorangeschritten war. Mit ihm geht einer jener vornehmen Verleger zu Grabe, die in aller Stille und Bescheidenheit wirkend Unermessliches zum Gedeihen unserer Wissenschaft und zur Ehre des deutschen Namens beigetragen haben. Sein Andenken wird bei uns nicht erlöschen, sein Segen möge uns auch auf unseren ferneren Wegen begleiten!"
Ein ausführlicher Nachruf An Ernst Reimer, geschrieben am 30. Oktober 1897, stammt von Rudolf Virchow und erschien in: Archiv für Pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medicin, Bd. 150, 1897, Nr. 2, S. 388-390. Virchow gibt von der Beschriftung der Karte abweichend als Geburtstag den 5. Juli 1833 an. Diese Angabe scheint verlässlicher. Als Todestag nennt Virchow, wie später auch de Gruyter, den 19. Oktober 1897.
Sonntag, 19. Februar 2012
Fred Koch - Spiegelungen: Pelikanol und Hanfpflanzen
Fred Koch: Spiegelung, Pelikanol
S/W-Fotografie, 14,5 x 20,0 cm
Auf der Rückseite befindet sich ein mit Schreibmaschine beschrifteter Aufkleber "Spiegelung, Pelikanol / Folkwang Verlag, Photo: Fred Koch" und vier Stempel: 1.) "Folkwang Verlag / Photo: Fred Koch", 2.) "Das Archiv hat gr. Bestände von: / Kristallen (Mineralien) / Versteinerungen / Pflanzen und Tieren", 3.) "E.F. / Freundeskreis Ernst Fuhrmann", 4.) "Wilhelm Arnholdt / Maschinensetzerei / Hamburg 20, Falkenried 42".
Vor dem zentralen Topf mit Pelikanol, Haltbarer Kleister, sind noch weiter Produkte von Günther Wagner zu sehen: sechs Fläschchen mit Pelikan Ausziehtusche in schwarz, marin und carmin, sowie eine Tube mit Pelikanol. Die Pelikan-Produkte werden zwischen zwei Spiegeln präsentiert, wodurch sich ihre Spiegelungen selbst spiegeln.
Porträts von Personen aus meiner Sammlung in dieser Technik finden sie hier: Uneinsamkeiten
Fred Koch: Spiegelung, Hanfpflanzen
S/W-Fotografie, 14,5 x 20,0 cm
Auf der Rückseite dieser Fotografie befinden sich die gleichen Stempel wie oben und der Aufkleber trägt die Beschriftung "Spiegelung, Hanfpflanzen / Folkwang Verlag, Photo: Fred Koch".
Tatsächlich ist es nur eine Hanfpflanze, aber durch die Spiegelungen erscheinen insgesamt sechs, vom denen fünf nur die Spiegelbilder der einen im Vordergrund sind.
Die Aufnahmen wurden wohl in den 20er Jahren gemacht. Die Abzüge selbst sind möglicherweise später entstanden.
S/W-Fotografie, 14,5 x 20,0 cm
Auf der Rückseite befindet sich ein mit Schreibmaschine beschrifteter Aufkleber "Spiegelung, Pelikanol / Folkwang Verlag, Photo: Fred Koch" und vier Stempel: 1.) "Folkwang Verlag / Photo: Fred Koch", 2.) "Das Archiv hat gr. Bestände von: / Kristallen (Mineralien) / Versteinerungen / Pflanzen und Tieren", 3.) "E.F. / Freundeskreis Ernst Fuhrmann", 4.) "Wilhelm Arnholdt / Maschinensetzerei / Hamburg 20, Falkenried 42".
Vor dem zentralen Topf mit Pelikanol, Haltbarer Kleister, sind noch weiter Produkte von Günther Wagner zu sehen: sechs Fläschchen mit Pelikan Ausziehtusche in schwarz, marin und carmin, sowie eine Tube mit Pelikanol. Die Pelikan-Produkte werden zwischen zwei Spiegeln präsentiert, wodurch sich ihre Spiegelungen selbst spiegeln.
Porträts von Personen aus meiner Sammlung in dieser Technik finden sie hier: Uneinsamkeiten
Fred Koch: Spiegelung, Hanfpflanzen
S/W-Fotografie, 14,5 x 20,0 cm
Auf der Rückseite dieser Fotografie befinden sich die gleichen Stempel wie oben und der Aufkleber trägt die Beschriftung "Spiegelung, Hanfpflanzen / Folkwang Verlag, Photo: Fred Koch".
Tatsächlich ist es nur eine Hanfpflanze, aber durch die Spiegelungen erscheinen insgesamt sechs, vom denen fünf nur die Spiegelbilder der einen im Vordergrund sind.
Die Aufnahmen wurden wohl in den 20er Jahren gemacht. Die Abzüge selbst sind möglicherweise später entstanden.
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Fred Koch,
Photographien
Montag, 30. Januar 2012
Pressefoto: Marcel Duchamp, Munson-Williams-Procter Arts Institute, Utica 1963
Unbekannter Fotograf, unbekannter Fotoredakteur: Marcel Duchamp vor seinem Bild Akt, eine Treppe herabsteigend, Nr. 2 (NU DESCENDANT UN ESCALIER, No. 2).
Überarbeitete Bildtelegrafie (wirephoto) von einem Pressefoto, das im Februar 1963 vor oder bei der Eröffnung der Ausstellung zum 50. Jahrestag der Armory-Show von 1913 im Munson-Williams-Procter Institute, Utica, NY, (17. Februar – 31. März 1963) gefertigt wurde.
Beschriftung des Pressefotos: "( ADVANCE FOR PMS OF THURSDAY, FEBRUARY 21, UTICA ART SHOW STORY.)"; Größe der Bildtelegrafie: 25,3 x 17,3 cm. Oben links sind Risse im Papier, die mit Klebefilm hinterlegt sind. Die Bildtelegrafie wurde von einem Fotoredakteur überarbeitet, um ein freigestelltes Porträt von Marcel Duchamp zu gewinnen. Der Bereich um den Kopf herum ist grau übermalt. Die rechte Augenbraue, das Nasenloch und die Kontur des Ohres wurde durch Retusche geschwärzt. Der benutzte Bildausschnitt ist durch eingedrückte Rillen im Papier markiert. In die Mitte der Abbildung des Aktes ist mit Fettkreide ein "K" geschrieben. Die Überarbeitung erfolgte wahrscheinlich erst 1968 anläßlich des Todes von Marcel Duchamp. Das so freigestellte Porträt wurde als Illustration für eine entsprechende Notiz in der Chicago Sun-Times vom 6. Oktober 1968 verwendet. Der Artikel ist als Zeitungsausriss auf die Rückseite der Bildtelegrafie geklebt: "Marcel Duchamp is dead. Long live Marcel Duchamp."
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Dienstag, 22. November 2011
AK mit Foto: Schnell-Photo bei A. Wertheim Berlin
Postkarte mit einem eingeklebtem Porträtfoto. Sie ist handschriftlich auf der Vorderseite auf den "19.10.1922" datiert und sonst unbeschriftet. Auf der Rückseite der gedruckte Hinweis auf den Hersteller Schnell-Photo A. Wertheim Berlin.
Die Vorderseite ist farbig bedruckt mit einem Flühlingsgebinde aus Narzissen, Maiglöckchen und Weidenkätzchen. Für das Foto wurde eine Fläche ausgestanzt, so dass die Vorderseite als Passepartout funktioniert. Das kleine Porträtfoto ist auf eine separate und auf dünnem Papier als Postkarte gedruckte Rückseite geklebt. Abschließend sind beide Papiere zusammengeklebt worden.
In der Sammlung des DHM, Deutsches Historisches Museum, sind zwei weitere ähnliche Beispiele aus der Fertigung von A. Wertheim erhalten. Eines von 1913 und ein weiters von 1915. Beide sind auf der Vorderseite nicht, bis auf den Rahmen der Ausstanzung bedruckt.
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Photographien,
Schnell-Photo
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Schnell-Photo - A. Wertheim, Berlin
A. Wertheim GmbH, Berlin, Schnell-Photo. Papier: 81 x 135 mm, Einzelbild: 49 x 35 mm
A. Wertheim, Berlin, Schnell-Photo. Papier: 182 x 132 mm, Einzelbild: 52 x 39 mm
Diese seriellen Portraitfotos scheinen eine frühe Form von Passbilder zu sein, die im Photoatelier im Kaufhaus A. Wertheim wohl zwischen 1910 und 1920 in Berlin gefertigt wurden. Die einzelnen Bilder sind deckungsgleich. Es sind also jeweils Belichtungen oder Kontaktabzüge vom gleichen Negativ auf dem gleichen Papierbogen. Einige Einzelbilder dieser Art, auch mit dem 'Wertheim-Anhang', der wohl über eine Schablone mit belichtet wurde, sind bekannt und veröffentlicht. Solche Bogenabschnitte, wie die hier gezeigten, scheinen aber selten zu sein.
Die beiden Beispiele aus meiner Sammlung sind aus unterschiedlichen Produktionen. Das Bildformat ist unterschiedlich, der 'Wertheim-Anhang' ist unterschiedlich gestaltet (einmal mit, einmal ohne "GmbH") und auch das verwendete Papierformat scheint unterschiedlich gewesen zu sein. Bei dem Mann in Uniform sind die Ränder links und recht maschinell gerade, die Ränder oben und unten dagegen unregelmäßig per Hand beschnitten.Bei dem Papier vom Mann mit Fliege ist der obere und der rechte Rand gerade, und unten, aber auch links sind weitere Bilder abgeschnitten worden. Das Papier war also zumindest breiter.
Über das Schnell-Photo von A. Wertheim konnte ich sonst bisher keine weiteren Informationen finden. Wer etwas weiß, den bitte ich um Mitteilung.
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Photographien,
Schnell-Photo
Mittwoch, 27. April 2011
Manfred Bluth (1926-2002) Porträts von Unbekannten
Seit einigen Jahren sind diese frühen Porträts des Berliner Malers Manfred Bluth in meinem Besitz. Die ehemaligen Besitzer der Bilder konnte ich nicht befragen und nachträglich ist es mir bis heute nicht gelungen, die Dargestellten zu identifizieren. Vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen. Bitte melden!
Die beiden Ölgemälde stammen aus dem gleichen Haushalt, deshalb sind hier wohl drei Generationen versammelt. Das Porträts des Großvaters (127 x 107 cm) ist von 1962. Er war offensichtlicht Mediziner und praktizierte wahrscheinlich in Berlin. In der Hand hält er eine medizinische Zeitschrift, auf dem Glastisch neben ihm steht ein Hörröhr aus Holz und darunter seine Arzttasche. Möglicherweise war er Gynäkologe.
Das Bildnis von Vater und Sohn (100 x 120 cm) ist von 1969. Der Vater war vielleicht im Bereich Architektur oder Design tätig, denn der Sohn sitzt in einem Sessel mit Hocker, der nur wenige Jahre vorher von Dieter Rams entworfen wurde (Sesselprogramm 620 von 1962). Die Bücher deuten aber vielleicht auch eine schriftstellerische oder journalistische Tätigkeit an. Die rechte Hand des Jungen ruht auf einem aufgeblasen Plastikkissen.
In den Ausstellungskatalogen von Manfred Bluth gibt es keinen Hinweis auf diese Porträts.
Auch für kleine Hinweise bin ich dankbar.
Die beiden Ölgemälde stammen aus dem gleichen Haushalt, deshalb sind hier wohl drei Generationen versammelt. Das Porträts des Großvaters (127 x 107 cm) ist von 1962. Er war offensichtlicht Mediziner und praktizierte wahrscheinlich in Berlin. In der Hand hält er eine medizinische Zeitschrift, auf dem Glastisch neben ihm steht ein Hörröhr aus Holz und darunter seine Arzttasche. Möglicherweise war er Gynäkologe.
Das Bildnis von Vater und Sohn (100 x 120 cm) ist von 1969. Der Vater war vielleicht im Bereich Architektur oder Design tätig, denn der Sohn sitzt in einem Sessel mit Hocker, der nur wenige Jahre vorher von Dieter Rams entworfen wurde (Sesselprogramm 620 von 1962). Die Bücher deuten aber vielleicht auch eine schriftstellerische oder journalistische Tätigkeit an. Die rechte Hand des Jungen ruht auf einem aufgeblasen Plastikkissen.
In den Ausstellungskatalogen von Manfred Bluth gibt es keinen Hinweis auf diese Porträts.
Auch für kleine Hinweise bin ich dankbar.
Freitag, 28. Januar 2011
Fritz Balthaus - Challenger Research Laboratories
Fritz Balthaus - Challenger Research Laboratories, Untersuchungsauschuß
S/W-Kopien DIN A4, 14 Blatt, ohne Ort (Berlin), ohne Jahr
Deckblatt/Titel, 11 Kopien von Fotografien, 1 Blatt vakat.
Gepostet zum 25. Jahrestag der Challenger Katastrophe.
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