Heinrich Holste: Der Schacht, 1924,
Linoleumschnitt 20,0 x 12,2 cm, Blatt 23,0 x 14,5 cm
Titelillustration der ersten Nummer (Blatt 1) der Zeitschift
DER SCHACHT, Blätter zur Einführung in die Vorträge
und für die Mitteilungen der Allgemeinen Volksbildungs-vereinigung "Feierabend", Werne - Bochum.
Leitung: Fritz Wortelkamp.
Heinrich Holste war der erste Bühnenmaler des Stadttheaters Bochum. Über ihn ist so gut wie nichts bekannt. Wer etwas über ihn oder die Volksbildungsvereinigung "Feierabend", die sich in der Gaststätte "Deutsche Flotte" am Hellweg in Bochum-Werne traf, weiß, möge sich bitte bei mir melden.
Ein kräftiges expressionistisches Blatt, das verblüfft, weil es 1924 in Bochum entstanden ist. In der Nähe zur Formensprache von Ernst Luwig Kirchner, oder auch beeinflusst durch die Bühnendekoration des Cabinet des Dr. Caligari von 1920, wird hier im oberen Abschnitt die durch Zechen und Kokereien geprägte Industrielandschaft des Ruhrgebiets dargestellt. Fabriken, eine Abraumhalde, rauchende Schornsteine, ein Förderrad in der Mitte und Kugel-Gasbehälter oder Kühltürme auf der rechten Seite bestimmen die oberirdische Szenerie. Darunter geht der Schacht in die Tiefe zur schwarzen Kohle. In diesem Schacht kauern die Wohnhäuser aus der Bergarbeitersiedlung. Der Schacht ist der Arbeitsort, der Lebensmittelpunkt und die Identität des Bergmanns, an den sich der Volksbildungsverein "Feierabend" mit seinem Kulturprogramm richtet.
Freitag, 7. Dezember 2012
Freitag, 12. Oktober 2012
Faking It: Manipulated Photography Before Photoshop
Gestern eröffnete das Metropolitan Museum in New York die Ausstellung Faking It: Manipulated Photography Before Photoshop, die von Mia Fineman kuratiert wurde. Anlässlich dieser Ausstellung präsentiere ich hier eine amerikanische 'Real Photo Postcard' aus der Zeit um 1915 aus meiner Sammlung, von der ich nicht genau sagen kann, ob es sich um eine sehr geschickte Doppelbelichtung oder um eine nachträgliche Fotomontage handelt. Nichts im Bild deutet auf eine der beiden Möglichkeiten hin. Das Foto zeigt jedenfalls keine Zwillinge, sondern zweimal das gleiche Mädchen, en face und im Halbprofil, und das Halbprofil ist auch kein Spiegelbild!
Wegen des großen Hutes erinnert mich diese Fotografie immer an das Maler-und-Modell-Porträt von Henri de Toulouse-Lautrec das Maurice Guibert um 1900 gefertigt hat, und das in der Ausstellung gezeigt wird.
Weiter Trickphotographien aus meiner Sammlung HIER.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Schnell-Photo von A. Wertheim - Soldat mit Zwirbelbart
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| Foto 48 x 32 mm |
Jeanne R. Rehnig: „Fotografie für alle! Berliner Warenhausfotoateliers 1893 – 1933“, in: Fotografien vom Alltag – Fotografieren als Alltag, Irene Ziehe,Ulrich Hägele (Hg.), Lit Verlag, Münster 2004, S. 199-216, hier S. 202
Ein getreuer Untertan von Wilhelm II., der seinem offensichtlichem Vorbild, mit dem er ohnehin eine gewisse Ähnlichkeit hat, auch in der Barttracht folgt, hat hier das Angebot der A. Wertheim GmbH angenommen. Ganz der Staatsmann schaut er nicht in die Kamera sondern in eine unbestimmte Ferne, die sich später konkret als Elend im Schützengraben erweisen wird.
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Dienstag, 2. Oktober 2012
1. Nachtrag zur Daguerreotypie von Joh. Richter: Vaters Vater Stoldt
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| Mettlacher Steinzeug, Entwurf 1844 |
Ein Helmut W., Sammler von Daguerreotypien, hatte eine Vermutung und benachrichtigte Horst Barbian, einen Freund und Kenner von Mettlacher Steinzeug. Der ging der Sache auf den Grund und hat erste Ergebnisse gerade im Mitteilungsblatt der Mettlacher Steinzeugsammler e.V. veröffentlicht ("Bitte recht freundlich! Mettlacher Steinzeug als Dekorationsobjekte in frühen Photographien um 1850", in: Mettlacher Turm, Nr. 108, September 2012, S. 10-11). Bei der Vase handelt es sich nach Barbian „um ein 1844, von Ludwig Foltz, für Villeroy & Boch entworfenes Modell, das in der späteren Steinzeugproduktion von Mettlach die Modellnummer 11 erhielt“. Barbian präsentiert auch gleich die Abbildung einer erhaltenen, direkt vergleichbaren Vase. Hier ist das florale Dekor zwar silbrig gefasst, aber die Form und die Reliefs scheinen identisch zu sein. Ein weiteres vergleichbares Stück, mit einem tanzenden Paar als zentralem Relief, wurde am 16. Mai 2010 in Amerika von der Four Seasons Auction Gallery, 4010 Nine McFarland Rd., Alpharetta, GA 30004, versteigert (Lot 11, Vilroy & Boch Mettlach German Cameo Vase, 1836-1855). Was ich auf der Grundlage der Daguerreotypie zunächst als „männliche Masken“ unterhalb der Henkel identifiziert hatte, sind in Wahrheit Darstellungen von bäuerlich gekleideten Männern, die auf ihren Schultern, wie Atlanten, mit gebeugtem Oberkörper scheinbar den unteren Henkelansatz tragen. In Gegensatz zu diesem architektonischen Motiv des Tragen und Lastens zeigen die zentralen Reliefs mit wehenden Gewändern tänzerische Leichtigkeit. Vielleicht spielt diese Opposition direkt auf die feste Form und den flüchtigen Inhalt einer Vase an.
Inspiriert von
diesen zeitgenössischen, frühen fotografischen Dokumentationen von Keramik
recherchierte Barbian weiter und konnte gleich eine Reihe weiterer
Dekorationsobjekte in Daguerreotypien, insbesondere aus der Sammlung Hermann Krone in der TU Dresden als Mettlacher Steinzeug identifizieren. Verlängert man
diese Ansätze in die Zukunft scheint mir hier ein sehr fruchtbarer
Informationsaustausch zwischen Forschern zur Keramik und solchen zur Fotografie
möglich, der in beiden Richtungen zu ganz neuen Erkenntnissen und
Zuschreibungen führen wird.
Ich danke Ulrich
Linnemann, der den Kontakt zu Horst Barbian vermittelte.
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Donnerstag, 30. August 2012
Daguerreotypie von Joh. Richter "Vaters Vater Stoldt" 1858
Passepartout
aus grüngrauem Papier, schwarz und goldfarben bedruckt, ca. 13,5 x 11,0 cm,
Bildausschnitt: 7,3 x 6,1 cm, Holzrahmen: 19,5 x 17,0 x 2,0 cm.
Das Glas der
ursprünglichen Einfassung ist noch erhalten. Die alte Rückseite und Aufhängung dagegen
ging wohl bei der späteren Einrahmung verloren. Auf der Rückseite dieser
Holzrahmung ist der Dargestellte in Bleistift bezeichnet als „Vaters Vater
Stoldt“ und von gleicher Hand auf 1858 datiert. Die Beschriftung erfolgte also ein
oder zwei Generationen später, wahrscheinlich durch einen Enkel.
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| Porträt von Flecken und Kratzern digital gereinigt |
Dreiviertelporträt.
Der Dargestellte, ein circa dreißigjährige Mann sitzt vor einem gemalten
Hintergrund an einem kleinen runden Beistelltisch, auf den er den linken Arm
abgelegt hat und auf dem eine leere Vase steht. Die rechte Hand ruht auf dem
rechten Oberschenkel. Der Dargestellte ist vollbärtig, die Kopfhaare sind kurz
und glatt anliegend, die Schläfenhaare aber gelockt nach vorne gelegt.
Er trägt offen eine
zweireihig geknöpfte, wohl schwarze Jacke mit breiten Revers, eine gestreifte
dunkle Hose, eine wohl bunte, karierte Weste mit aufgesetzten Tressen, ein
weißes Hemd und ein Halstuch, das zu einer Schleife gebunden ist. Er trägt
keine Ringe, aber als Schmuck ein kleines, zweigliedriges Perlengehänge an dem
einzig sichtbaren Hemdknopf. Eine dünne Kordel, die er um den Hals trägt, ist
durch eine Brosche auf Brusthöhe zusammengefasste und verschwindet dann unter
der Jacke. An ihr ist wahrscheinlich eine Taschenuhr befestigt, die sich in
einer Westentasche befindet. Die prägnante
Vase auf dem Tisch erinnert mit ihren aufgesetzten weißen Schmuckelementen auf
glattem, matten Grund an Jasperware. Sie ist sechseckig und hatte einmal zwei
Henkel, von denen der hintere abgebrochen ist. Der untere Ansatz ist noch
vorhanden. Denkt man sich den zweiten Henkel hinzu hatte die Vase die Form
einer eckigen Amphore. Am Fuß, am Übergang vom Bauch zum Hals, der ein
Korbmuster hat, und am oberen umlaufenden Rand sind florale Elemente zu sehen.
Unterhalb des Henkels ist eine männliche Maske. Das seitliche Relief zeigt ein
tanzendes Mädchen. Die Tücher ihres Kleides umwehen ihren Körper. Sie steht auf
der linken Fußspitze und hält mit beiden Armen über dem Kopf einen Früchtekorb.
Der gemalte Atelierhintergrund
zeigt eine Seen- oder Flusslandschaft. Jenseits des Gewässers liegt eine
Hügelkette. Diesseits, am linken Rand des Bildes, ist ein steil ansteigender
Berghang zu sehen, auf dem ein runder Turm steht. Am rechten Bildrand, weiter
im Vordergrund steht eine Kirche mit spitz zulaufendem Turm. Vor der Kirche
befindet sich ein Weg oder eine Freifläche und Gebüsch. Zwischen dem gemalten
Hintergrund und dem Dargestellten und dem Tisch befindet sich eine reale,
niedrige Balustrade mit gekreuzten Elementen, die den Übergang zwischen Bild-
und Realraum verschleiert.
Durch die
freundliche Hilfe von Jochen Voigt konnte die Daguerreotypie dem Photographen J.
Richter zugeschrieben werden. Jochen Voigt erinnerte sich auf Nachfrage an eine andere Aufnahme,
bei der die gleiche Vase, und, wie sich dann herausstellte, sogar der gleiche
Tisch benutzt wurden. Auf der originalen Rückseite dieser Daguerreotypie, die ein Proträt von Ottomar Schiemann von 1850 zeigt, befindet
sich ein ovales Etikett mit der Angabe „DAGUERREOTYP VON J. RICHTER BERLIN.“
Diese Daguerreotypie ist von mir näher beschrieben und besprochen auf der wunderbaren und verdienstvollen Internetseite von May und Jochen Voigt: daguerreotype-gallery.de
Über diesen
Fotografen ist nicht viel, aber doch einiges bekannt. Fritz Kempe schreibt über
J. Richter im Kapitel "Die fotografische
Frühzeit in Mecklenburg und Neu-Vorpommern" (S. 173-178) in seinem Buch Daguerreotypie in Deutschland, Vom Charme
der frühen Fotografie (Seeburg am Chiemsee, Heering Verlag, 1979). Seine
Informationen bezieht Kempe aus den Veröffentlichungen von Wolfgang Baier. In
dessen von Kempe im Text angeführten Quellendarstellungen
zur Geschichte der Fotografie wird J. Richter aber nicht erwähnt. Der eigentliche
Referenzentext ist wohl der Artikel von Wolfgang Baier, "Zur
Frühgeschichte der Photographie in Stralsund und Greifswald", in:
Greifswald-Stralsunder Jahrbuch, Bd. 3, 1963, S. 179-202. Dort teil Baier mit: „In
Stralsund annoncierte der Photograph J. Richter zuerst am 10. Dezember 1850. Er
kam, wie er selbst angab, aus Berlin, war 1849, vielleicht auch schon 1848 in
Neustrelitz tätig und trat im Frühjahr 1850 in Neubrandenburg auf. Es ist
wahrscheinlich, daß er nach seiner Ankunft im Dezember 1850 in Stralsund sich
hier für die Dauer niederließ, denn im Dezember 1851 annonciert er wieder unter
der Angabe der gleichen Adresse Heilgeiststraße 24. Seine erste Anzeige ist in
mancher Hinsicht von Interesse („Strals. Zeitg.“, 10.12.1850, Nr. 288): ‚Lichtbilder.
Ein geehrtes Publikum, welches Interesse für Daguerreotypien nimmt und sie zu
Weihnachtsgeschenken zu verwenden beabsichtigen, ersuche ich, Ihre Sitzungen,
welche in der Tageszeit von 10 bis 2 Uhr auch bei trüber Witterung geschehen,
bald zu veranlassen. Der Preis ist für ein Porträt im Normal-Maßstab 1½ Thaler
und möchten solche Bilder als zartes Geschenk zu betrachten sein, abgesehen von
der Dauer, welche nach chemischen Grundsätzen der der Ölbilder nicht nachsteht.
Auf Verlangen werden sie auch ohne Preiserhöhung koloriert gemacht.‘“ (Baier, S. 186)
In seinem
Aufsatz „Der Maler-Photograph Wilhelm Bahr“ (in: Bild und Ton, 1963, Heft 4, S. 124-126, Fortsetzung in
Heft 5, S. 149-151) verweist Wolfgang Baier (S.125, in Anm. 9) zudem auf eine Anzeige von J.
Richter im Wochenblatt für Mecklenburg
-Strelitz vom 28. Oktober 1849.
Richter war also
zunächst als Wanderdaguerreotypist in Mecklenburg und Berlin unterwegs und
dabei auf der Suche nach einer hinreichend großen ‚unbesetzten‘ Stadt, die ihm
ein Auskommen dauerhaft sichern sollte und in der er sich niederlassen konnte. In
Stralsund war er als erster und besetzt sogleich selbst dieses Einzugs- und
Absatzgebiet. Baier berichtet von den Erinnerungen eines anderen
Wanderdaguerreotypisten (aus: Photographische Chronik, 1912, S. 81) der vor dem
gleichen Problem stand. Besagter Friedrich Wilde besichtigte als reisender
Fotograf „mehrere schlesische Städte; in Berlin wurde ihm Frankfurt/O.
angeraten, wo ein bereits ansässiger Konkurrent ihm Stralsund empfahl. Doch
traf er dort den schon ansässigen Photographen Richter, der ihm sagte, er sei
nach 7 Monaten Tätigkeit soweit, daß er hoffe, bescheiden existieren zu können.
Wilde wandte sich darauf wieder nach Frankfurt.“ (Baier, S. 187)
Baier schreibt
weiter: „ Richter hielt aus, und blieb in Stralsund, hörte nicht auf zu lernen
und wandte sich 1853 auch der Papierphotographie zu sowie der Photographie aus
Glasplatten. Im Juni 1852 verfügt er bereits über einen ‚Lichtsalon‘, den er
sich in einem Eckhause der Baden- und Kleinschmiedstraße eingerichtet hatte
(nach einer mehrfach wiederholten Anzeige vom 9. Juni 1852 in der
„Strals.Ztg.“). Die Papierphotographie begegnet uns in Stralsund erstmalig in
der Anzeige Richters vom 4. November 1853 („Strals. Ztg.“, Nr. 258): ‚Mit dem
heutigen Tag eröffne ich neben meinem Daguerreotyp-Geschäft ein Geschäft für
photographische Bilder auf Glas und Papier. Da diese Bilder in neuester Zeit so
große Vollkommenheit erreicht, so habe ich keine Mühe und Kosten gescheut, auch
dem hiesigen und umwohnenden Publikum ebenfalls Gelegenheit zu geben hier
solche Bilder zu erlangen, da es nur wenigen Personen möglich war, sich solcher
Bilder in Berlin oder anderen großen Städten zu verschaffen. Die Sitzungszeit
ist wie beim Daguerreotyp nur wenige Sekunden und zwar jetzt in der Tageszeit
von 9 Uhr bis 3 Uhr im eigens dazu konstruierten Lichtsalon, welcher bei kühler
Witterung geheizt ist.“ (Baier, S.188)
Baier schreibt
weiter: „1855 erbietet sich Richter am 2. Dezember wieder: ,Photographien
sowohl auf Papier wie auf Silberplatten (Daguerreotypen), letztere bis zur
kleinsten Medaillon-Größe täglich von 9 bis 2 Uhr im geheizten Glassalon
anzufertigen.‘ Von dieser Zeit ab verlieren die Daguerreotypien mehr und mehr
an Boden. In Anzeigen werden sie nicht mehr erwähnt.“ (Baier, S. 188)
Zum Abschluss
dieses Kapitel listet Baier alle Fotografen, die im 19. Jahrhundert in
Stralsund tätig waren, sowie den Zeitraum ihrer nachgewiesenen Tätigkeit. In
dieser Liste nennt Baier zum ersten und einzigen Male den Vorname von J.
Richter: „Julius Richter, 1850 - 1864“ (S. 198). Ulrich Pohlmann übernimmt den
Vornamen Julius in einer Anmerkung zur Papierfotografie in: Alois Löcherer: Photographien 1845-1855,
München, Schirmer/Mosel, 1998, S. 197, Anm. 8.
Gelistet wird J. Richter auch in: Wilhelm Dost, Die Daguerreotypie in Berlin 1839 - 1860, Berlin, R. Bredow Verlag, 1922: „In diesem Jahr [1846] stellte sich als neuer Daguerreotypist J. Richter, Leipziger Straße 96 ein.“ (S. 94) In der Liste auf S. 112 finden sich die auf Berlin bezogenen Informationen: früheste Feststellung im Dezember 1846, Adresse im Jahr 1850 ist die Leipziger Str. 96 und im Jahr 1853 die Wilhelmstraße 96, „danach nicht mehr“.
Die Angaben von
Dost widersprechen den Eintragungen in den Adressbüchern für Berlin. Dort wird der
Daguerreotypist Richter nur zweimal im Jahr 1847 in der Leipziger Str. 96 und
im Jahr 1850 in der Wilhelmstr. 96, jeweils ohne Nennung eines Vornamens,
aufgeführt. Die Adressen und der zeitliche Abstand der beiden Nachweise von
drei Jahren stimmen überein. Insofern handelt es sich bei Dost wohl um einen
Übertragungsfehler.
Ausschließlich im
Jahr 1850 taucht in der fraglichen Zeit in den Berliner Adressbüchern der Nachname
Schiemann auf. Genannt wird die Witwe Schiemann, geb. Lindemann in der
Splittgerbergasse 4. Die Splittgerbergasse existiert heute nicht mehr, sie war
aber nur circa 1,5 Kilometer von der Wilhelmstraße 96 entfernt. Dieses
Zusammentreffen bestätigt die Angaben auf der Rückseite des Portraits von
Ottomar Schiemann. Diese Aufnahme wurde von J. Richter 1850 in Berlin in der
Wilhelmstraße 96 gefertigt. Das Portrait von Großvater Stoldt dagegen entstand
einige Jahre später um 1858 in Stralsund, wahrscheinlich im Lichtsalon des
Eckhauses in der Baden- und Kleinschmiedstraße.
Zu den bisher veröffentlichten
Informationen zu J. Richter kann ich noch folgende hinzufügen: J. Richter war,
was Baier nur vermutete, mit Sicherheit ab 1851 in Stralsund ansässig. Er war
Mitglied im Literarisch-geselligen Verein zu Stralsund, der im Turnus von zwei
Jahren Berichte veröffentlichte. Darin wird Richter als ‚einheimisches
Mitglied‘ seit 1851 gelistet, und die penibel geführte Mitgliederstatistik
unterscheidet sehr genau zwischen einheimischen und auswärtigen Mitgliedern:
9. Bericht des literarisch-geselligen Vereins zu
Stralsund über sein Bestehen während der Jahre 1852 und 1853, Stralsund, in
der Löffler´schen Buchhandlung (C. Hingst), 1854
Gelistet in Abteilung
14, Mitglied seit 1851, Nr.166: Richter (J.), Photograph.
10. Bericht des literarisch-geselligen Vereins zu
Stralsund über sein Bestehen während der Jahre 1854 und 1855, Stralsund, in
der Löffler´schen Buchhandlung (C. Hingst), 1856
Gelistet in Abteilung
14, Mitglied seit 1851, Nr.145: Richter (J.), Photograph.
J. Richter hatte
zwei Jahre lang in Stralsund den späteren Berliner Hoffotografen Adolf Halwas
als Lehrling und Assistent. Dies folgt aus einer biographische Skizze zum
50-jährigen Berufsjubiläum des Berliner Fotografen in: Photographische Chronik, Band 13, 1906, S. 175: „Bei dem
Photographen Richter-Stralsund, in dessen Geschäft er am 3. April 1856 eintrat,
lernte der Jubilar die Daguerreotypie und die damals sehr beliebte Panotypie
kennen. Von April 1858 an war Halwas in Berlin tätig, (…).“
Im Allgemeinen Wohnungsanzeiger für Stralsund
und die Vorstädte für das Jahr 1863, Stralsund, Sandhop, 1862, wird der
Fotograf Richter mit der Adresse St. Nicolai-Quartier Nr. 204 angeführt. Auch
hier ohne Nennung des Vornamen.
J. Richter war bis
zum 5. Mai 1869 Mitglied im Photographischen
Verein zu Berlin, der sich 1863 gegründet hatte. Hierzu der Bericht von
Hermann Vogel in: Photographische Mittheilungen,
Zeitschrift des Vereins zur Förderung der Photographie, Dr. Hermann Vogel
(Hrsg.), 6. Jg., Berlin, Verlag von Robert Oppenheim, 1870, S. 62-63: „In der
Sitzung des Photographischen Vereins vom 7. Mai meldeten 49 Mitglieder ihren
Austritt unter Abgabe der folgenden Erklärung an: Die Unterzeichneten erklären
ihren Austritt aus dem Photographischen Verein zu Berlin, weil sie der
Ueberzeugung sind, dass die derzeitigen herrschenden Streitigkeiten innerhalb
des Vereins die Zwecke desselben nicht zu fördern im Stande sind und das Ende
derselben nicht abzusehen sei. Berlin, den 5. Mai 1869.“ Bei dem Streit
handelte es sich wohl um die Frage des Beitritts von neuen auswärtigen Mitgliedern
zum Photographischen Verein zu Berlin.
Einer der Unterzeichner der Austrittserklärung ist J. Richter, ein weiterer Dr.
Hermann Vogel, der Herausgeber der Photographischen Mitteilungen und Lehrer der
Photographie an der Königlichen Gewerbe-Akademie zu Berlin.
Sechs Tage
später am 11. Mai 1869 erfolgt in Abgrenzung zum Photographischen Verein zu Berlin die konstituierende Sitzung des
neuen Vereins zur Förderung der
Photographie, der eine „wissenschaftliche Tendenz“ haben soll. Man
beschließt, der neue Verein soll die gleiche Satzung bekommen wie der alte, nur
der Beitritt müsse neu geregelt werden. Bei dem Bericht von der Gründung des
neuen Vereins wird J. Richter nicht genannt.
Richter kapselte
sich also nicht in der kleinen Hansestadt Stralsund vom Rest der Welt ab. Er
hielt engen Kontakt zur technischen Entwicklung und zu den Berufskollegen in
der Hauptstadt. Richter ist dann aber doch wieder nach Berlin zurückgezogen. Im
Berliner Adressbuch von 1868 wird im „Nachweis sämmtlicher Geschäfts- und
Gewerbetreibender“ noch kein Fotograf namens Richter aufgeführt. Aber in der
folgenden Ausgabe von 1870 (Ausgabe 1869 fehlt) wird ein J. Richter mit der
Adresse Oranienburgerstr. 39 gelistet. Auch in der Mitgliederliste des Vereins zur Förderung der Photographie
mit Stand vom Ende September 1870 (veröffentlicht in: Photographische Mitteilungen,
7. Jg., Berlin 1871, S.181) wird ein J. Richter als Berliner Mitglied geführt
und als Adresse gleichlautend „Oranienburgerstr. 39“ angegeben. Bis 1868 ist
unter dieser Adresse ein Fotograf namens Schnitzer ansässig, von dem Richter
vielleicht das Atelier übernommen hat. In den Berliner Adressbüchern ist der
Fotograf Richter dann durchgehend ab 1870 bis einschließlich 1890 mit dieser Geschäftsadresse
nachgewiesen. Ab 1891 wird er nicht mehr als gewerblicher Fotograf gelistet,
sondern nur noch mit der neuen Privatadresse NW, Thurmstr. 25, der die
Berufsbezeichnung „Photograph“ beigefügt ist. Ab 1893 bis 1899 lauten die
Berufsbezeichnungen „Privatier“ (1893, 1894, 1896, 1897, 1899), „Verwalter“
(1895) oder „Rentier“ (1898). 1900 wird unter dieser Adresse eine „Rentiere“ M.
Richter geführt und ab 1901 wohnt keiner namens Richter mehr in der Thurmstr. 25.
Richter hat also
wahrscheinlich um 1890 seine berufliche Tätigkeit eingestellt, ist
wahrscheinlich um 1900 gestorben, und M. Richter war wohl seine Witwe.
Dazu passt die Information, dass das heute in der Oranienburger Str. 39 vorhandene Haus 1891 errichtet wurde. Der Vorgängerbau, in dem sich das Atelier von Richter befand, musste dafür abgerissen werden. Das wird der konkrete Anlass für Richter gewesen sein, in den Ruhestand zu wechseln.
Dazu passt die Information, dass das heute in der Oranienburger Str. 39 vorhandene Haus 1891 errichtet wurde. Der Vorgängerbau, in dem sich das Atelier von Richter befand, musste dafür abgerissen werden. Das wird der konkrete Anlass für Richter gewesen sein, in den Ruhestand zu wechseln.
Ich gehe aktuell davon aus, dass es sich bei dem Fotografen J. Richter, der in Berlin zunächst von 1847 bis 1850, und dann zwanzig Jahre später von 1870 bis 1890 aktiv war, um den gleichen J. Richter aus Stralsund handelt, der dort zumindest von 1850 bis 1864 aktiv war. Nachweise eines Fotografen namens J. Richter in Stralsund aus der Zeit nach 1864 liegen mir nicht vor, ebenso wenig wie Nachweise eines zweiten Fotografen gleichen Namens zeitgleich in Berlin. Bei J. Richter handelt es sich zwischen 1847 bis 1891 also jeweils immer um den gleichen Fotografen. Die Kontinuität in der Person schließe ich auch aus seiner Mitgliedschaft im Verein zur Förderung der Photographie.
Ich habe darüber keinen eindeutigen Nachweis, aber wenn J. Richter aus dem
Vorläuferverein 1869 unter Protest austritt und sich direkt anschließend der neue
Verein konstituiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass es eben dieser J. Richter
ist, der 1870 Mitglied im neuen Verein ist.
Ich konnte nun Cartes de Visite eines Fotografen aus Berlin mit dem Namen Joh. Richter erwerben, dessen "Photographisches Institut" in der Oranienburger Str. Nr. 39 in Berlin war. Dabei muss es sich auch um den besagten J. Richter und Fotografen der oben gezeigten Daguerreotypie handeln.
Der von Wolfgang Baier
angegebene Vorname Julius, für den Baier keinen Beleg anführt, ist daher rückblickend wohl falsch. Wenn JOH keine Abkürzung für „Julius Otto Heinrich“ oder
dergleichen ist, dann lautet der richtige Vorname von Richter wohl eher Johann oder
Johannes.
Es handelt sich bei dem Fotografen J. oder Joh. Richter dagegen nicht um den Autor des Aufsatzes „Zur Geschichte der Photographie“, in: II. Programm der Realschule zu Weimar, Ostern 1861, Weimar, Druck der Hof-Buchdruckerei, 1861 (Vorhanden in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Signatur: Art. plast.1187,034). Diese geschichtliche Zusammenfassung der Entwicklung der Fotografie seit Daguerre wurde von dem in Weimar tätigen Reallehrer Dr. J. Richter geschrieben.
Heinz-Werner Lawo, Ende August 2012
Heinz-Werner Lawo, Ende August 2012
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Jaka Čop (1911-2002) Lesce - Stol
S/W-Foto, alter Abzug, 21,0 x 17,5 cm, rechts unten auf dem Foto mit Tinte signiert "J. Čop", montiert auf Karton, 33,0 x 27,5, unterhalb der Fotografie bezeichnet in Bleistift mit "Lesce - Stol".
"Stol" ist der slowenische Name für den Hochstuhl, den man im Hintergrund sieht, an der Grenze zwischen Kärnten und Slowenien gelegen. "Lesce" ist das Dorf im Mittelgrund am Fuß des Hochstuhls auf slowenischer Seite.
Der Standort für diese Fotografie und ihr Bildausschnitt ist sehr bewußt gewählt, wie man am Zusammenspiel von Birke und Hintergrund erkennt. Das Geäst bedeckt fast komplett den wolkigen Himmel und die Stämme geben einzelne Bildausschnitte frei. Ein gekonntes Spiel mit der fotografischen Perspektive, das durch den Vergleich des Hochstuhls im Hintergrund links mit dem Maulwurfshügel im Vordergrund rechts eine humoristische Fußnote bekommt.
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Samstag, 9. Juni 2012
Thomas Kapielski: Das Amtsiegel von Ludwig XIV. "Le Sceau Royal"
Thomas Kapielski: Das Amtsiegel von Ludwig XIV. "Le Sceau Royal", 1985/2011.
Das Multiple ist die Replik einer verschollen Version aus dem Jahr 1985 und wurde im
Das Multiple ist die Replik einer verschollen Version aus dem Jahr 1985 und wurde im
letzten Jahr in der Kunsthalle Göppingen in der Einzelausstellung von Thomas Kapielski
Sezessionistische Heizkörperverkleidungen (6. März - 8. Mai 2011) zum ersten Mal
gezeigt. Danach war es in seiner Ausstellung De Dingsbums non est disputandum in
der Städtischen Galerie Delmenhorst (1. Juli - 4. September 2011) zu sehen.
Als Multiple ist es käuflich zu erwerben bei der edition Ä.
Gerade von Thomas Kapielski in der edition suhrkamp erschienen ist:
Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen, Berlin, Suhrkamp Verlag, 2012.
Gerade von Thomas Kapielski in der edition suhrkamp erschienen ist:
Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen, Berlin, Suhrkamp Verlag, 2012.
Wer sich bei dem Titel des Buches fragt, was denn die 'alten' sezessionistischen Heiz-
körperverkleidungen sein mögen, sei auf den Kunstkatalog von Kapielski verwiesen,
der im letzten Jahr zu den genannten Ausstellungen erschien. Er wurde herausgegeben
von Werner Meyer (Kunsthalle Göppingen) und Annett Recker (Städtische Galerie
Delmenhorst) und erschien in der Galerie & Edition Marlene Frei, die Kapielski in
der Ausstellung Sächsische Quadrupels im letzten Herbst in Zürich präsentierte
(24. August - 30. Oktober 2011) und Kapielski als Galeristin vertritt.
Hier ein Foto der Sezessionistischen Heizkörperverkleidungen von 2011,
wie sie in der Kunsthalle Göppingen
ausgestellt waren. Alte demontierte
Heizkörper lagen auf Paletten und
Latten auf dem Boden, während die
Bilder von Kapielski an der Wand
hingen, oder gegen die Wand gelehnt
auf dem Boden standen, und mit alten
Bettgittern 'verkleidet' waren.
Für mich war es wie eine freundliche
Aufforderung, sich in der Ausstellung
eben daran zu wärmen.
Im Kunstkatalog begleitet folgender kurzer Text eine Ausstellungsansicht dieser Installation: "Ich stehe meist sehr früh auf, entsprechend früh gehe ich schlafen. Die Nacht ist mir zu bevölkert, und der Wunsch, lange aufbleiben zu düfen, ist in meinem Alter würdelos. Früh schreibe ich paar Stunden, dann lese ich etliche, stückel ein bißchen an Kunststücken rum und warte, bis es vertretbar ist, tagsüber ein Bier trinken und Zeitung lesen zu gehen. Auch langweile ich mich viel. Deshalb stelle ich mir Aufgaben. Kunst oder Aufräumen, Dichten oder Staubsaugen. Oder ich reguliere die Zentralheizungskörper".
Mittwoch, 30. Mai 2012
Schnell-Photo A. Jandorf & Co., Berlin
Das Schnell-Photo von der A. Wertheim GmbH in Berlin zeigt ein Paar aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, wobei er in einer Uniform abgebildet ist, die ihn als Angehörigen des Roten Kreuzes ausweist.
Dieses Foto wurde in eine entsprechend ausgestanzte und so als Passepartout vorbereitete Postkarte eingesteckt, die bedruckt ist mit der Angabe "Schnell-Photo A. Jandorf & Co., Berlin."
Die Kaufhäuser von Adolf Jandorf, dem Gründer des Kaufhaus des Westens KaDeWe standen in direkter Konkurenz zu denen von A. Wertheim, und deshalb hat diese 'Mariage' von zwei Konkurrenzprodukten einen gewissen eigenen Charme. Es ist zudem der Hinweis darauf, dass möglicherweise auch bei A. Jandorf & Co. ein Fotostudio existierte, das diese Vorläufer des Passbildes herstellte.
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Photographien,
Schnell-Photo
Dienstag, 6. März 2012
nach Albrecht Dürer - Feldhase

Lange Zeit hing dieser Feldhase nach Albrecht Dürer in einem Trödelladen, den ich regelmäßig besuche, ausserhalb meiner normalen Reichweite, ganz oben an der Wand. Und jedesmal wenn ich ihn sah, wunderte ich mich darüber, mit welcher Klarheit dieser Kunstdruck sein Motiv präsentierte. Irgendwann bin ich dann aber doch, weil das Wundern nicht nachließ, auf eine Leiter gestiegen und habe mir die Sache angesehen. Und dann war die Sache klar: Das ist gar kein Kunstdruck! Das ist ein sehr gekonntes, feines Aquarell, das einen neuen Liebhaber sucht. Wir verstanden uns sofort.
Dieser angebliche Feldhase von Dürer ist tatsächlich ein Haustier, zumindest ist das Rasenstück weit weg. Ganz Dürer spiegelt sich im Auge des Hasen das Licht, das durch ein Fenster in einen Innenraum fällt. Nicht das übliche dürersche Fensterkreuz - so christlich sind selbst reformierte Hasen nicht - aber eines mit Doppelflügeln. Der Hase hat also nicht nur den Maler, sondern auch die Grenze von drinnen und draußen im Blick und im Auge.
Dear Albertina. Here's looking for you, kid!
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Albrecht Dürer,
Aquarell
Samstag, 3. März 2012
Edizione Alinari - Pferdekopf Medici Riccardi in Florenz
(Edizione Alinari) P.I.N. 2537. FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 25,5 x 18,0 cm, um 1895
(Edizione Alinari) P.I.N. 2538, FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo Antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 23,3 x 18,9 cm, um 1895
Zwei sehr gelungene Aufnahmen des antiken Pferdekopfes aus Bronze im Archäologischen Museum in Florenz. Wenn man sich dazu moderne, farbige, digitale Aufnahmen im Vergleich ansieht (HIER), erkennt man wie aussagekräftig diese gekonnt inszenierten Dokumentationen eines historischen Zustandes sind.
Der Sockel und die die Bronze tragende Plinte wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Damals war die Bronze wohl drehbar gelagert und zum Drehen diente der Knauf vorne an der Plinte. Durch das Auflegen der vielen Hande an der Kante beim Drehen ist der Sockel in der Mitte, rechts oberhalb der Inventarnummer 426 verschmutzt.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 25,5 x 18,0 cm, um 1895
(Edizione Alinari) P.I.N. 2538, FIRENZE-R. Museo Archeologico. Testa di Cavallo. Bronzo Antico.
Albuminpapier auf Karton aufgezogen, 23,3 x 18,9 cm, um 1895
Zwei sehr gelungene Aufnahmen des antiken Pferdekopfes aus Bronze im Archäologischen Museum in Florenz. Wenn man sich dazu moderne, farbige, digitale Aufnahmen im Vergleich ansieht (HIER), erkennt man wie aussagekräftig diese gekonnt inszenierten Dokumentationen eines historischen Zustandes sind.
Der Sockel und die die Bronze tragende Plinte wurden zwischenzeitlich ausgetauscht. Damals war die Bronze wohl drehbar gelagert und zum Drehen diente der Knauf vorne an der Plinte. Durch das Auflegen der vielen Hande an der Kante beim Drehen ist der Sockel in der Mitte, rechts oberhalb der Inventarnummer 426 verschmutzt.
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